Tempomat
Zürich, Kreis 3, irgendwann Ende der 2010er-Jahre. James Tambini, 57, hat es – trotz mangelndem Ehrgeiz – als Kleinunternehmer zu etwas Szeneruhm und Wohlstand gebracht und kann sich die Frühpension leisten. Ein angepasster Zeitgenosse ist er, eher zufällig alternativ sozialisiert. Auf seinen Streifzügen durchs Quartier sinniert er über Gott und die Welt, das Leben und das Älterwerden.
Wir begleiten James Tambini auf einem Streifzug durchs Quartier und begegnen mit ihm dem Kunstdenker Gerland Buntgensteig oder einer alten Junkiefrau am Helvetiaplatz; wir sind bei ihm, wenn er im «Meyer’s» ein Hippiemädchen bezirzt und danach mit Sherlock Holmes über das CERN und Flacherdler debattiert. Und wir verbringen die Festtage mit James bei seiner Mutter Umbrella und seiner Tante Mary in Italien, wo er sich mit seiner etwas skurrilen Familiengeschichte auseinandersetzen muss.
Zunehmend häufen sich die surrealen Momente, Realität und Fiktion überlagern sich, und James überlässt sich dem senegalesischen Taxifahrer Karamell. Die Auflösung steht bevor – und mit ihr das Grande Finale zu den Klängen der «Bohemian Rhapsody».
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