Gerald Koll
Porträtbild Gerald Koll

Gerald Koll

Gerald Koll ist ein deutscher Kulturjournalist, Autor und Filmemacher.

Koll wurde 1966 in Kiel geboren. In seiner Kindheit liebte er Fußball, später Tennis. Jetzt wandert er gern und betreibt Aikido. Seine Schulzeit beendete er auf dem Gymnasium in Eckernförde, wo es einen Strand gab und Fischkroketten. Nach dürrer Zeit beim Heer studierte er in Kiel und Tübingen Literaturwissenschaft, Geschichte und Sprachwissenschaft. Er promovierte mit einer Dissertation zu Erotik im Stummfilm von G. W. Pabst (summa cum laude).

Schon während des Studiums verfasste Koll Artikel zu Filmen und anderen Kultursparten und schrieb 20 Jahre lang für verschiedene Zeitungen (regelmäßig für eine Kieler Regionalzeitung, unregelmäßig für «Frankfurter Allgemeine Zeitung», «Die Welt», «tageszeitung», «Süddeutsche Zeitung» u.a.), Magazine (u.a. «blimp», «filmdienst») und Bücher. Die journalistische Periode mündete in Reisereportagen für die FAZ. 

Im Anschluss an Promotion und kurze Lehrtätigkeit schlossen sich Vorträge sowie wissenschaftliche, populärwissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Buchbeiträge an, vor allem für CineGraph und Filmarchiv Austria. Sein Themenspektrum reicht dabei von Stummfilmen bis zu zeitgenössischen Serienkillerfilmen. Koll liebt Truffaut und die Nouvelle Vague nicht weniger als «Mit Schirm, Charme und Melone».

 Koll schreibt nicht nur über Film, sondern filmt auch gern selbst. Nach Besuch der Autorenschule Hamburg und einem Praktikum bei Arte schrieb und realisierte er dokumentarische Fernsehfilme. Sie handelten von frühen Filmen wie Menschen am Sonntag oder alten Meistern wie Theo Angelopoulos, den er in Thessaloniki besuchte. Später folgten zwei abendfüllende Dokumentarfilme, zunächst über eine Pilgerreise durch Japan (1988, «pilgern auf japanisch»), einige Jahre später über einen Kieler Hexenfall aus dem Jahr 1676 («Ein Metjen nahmens Preetzen»). Aufgrund der Resonanz auf den Pilgerfilm schrieb er das Buch «henro boke», das wiederum als Vorlage für ein gleichnamiges Tanztheater (Regie: Ute Steinberger) diente.

 

Im Lauf der Zeit experimentierte er immer wieder mit kurzen Formaten und Videodocs. 2024 konzipierte und realisierte er Visuals zu dem filmisch-konzertanten Stück Gereiztheiten am Theater im Palais, Berlin.

 

Er schrieb und schreibt Drehbücher, Lyrik und Prosa, mal für Bücher, mal für die literarische Internetseite «Der goldene Fisch». Nach dem Kinderbuch «Mull» (mit Illustrationen von Niklas Brauer) entstanden die Romane «Jaakobs Weg» und hier bei Songdog «Knochenland».

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